Teilhabe war ein zentraler Schwerpunkt des Deutschen Suchtkongresses 2026. Menschen mit eigener Suchterfahrung sollen nicht nur Adressat:innen von Hilfe sein, sondern ihre Perspektiven aktiv in Versorgung, Forschung und Weiterentwicklung einbringen können.
Das Symposium „Sucht-Selbsthilfe fördert Teilhabe“ griff diesen Gedanken aus verschiedenen Perspektiven auf. Im Fokus standen neue Wege, um bislang wenig erreichte Zielgruppen anzusprechen, Zugangsbarrieren abzubauen und Erfahrungswissen stärker einzubeziehen. Thematisiert wurden Kooperationen mit Hochschulen über zieloffene Ansätze bis zur digitalen Peer-Begleitung.
Wie Letzteres praktisch aussehen kann, zeigte Thorsten Schuler von den Guttemplern in Deutschland mit seinem Vortrag „Sucht-Selbsthilfe neu gedacht: Ehrenamtliche SoberGuides als digitale Peer-Begleitung zwischen Versorgung und Alltag“.
Am Beispiel der SoberGuides zeigte er das Potenzial niedrigschwelliger Peer-Begleitung an der Schnittstelle von Selbsthilfe, professionellem Hilfesystem und Lebensalltag. Im Fokus standen insbesondere der Abbau von Zugangshürden, die Bedeutung von Erfahrungswissen sowie die Möglichkeiten einer begleitenden Unterstützung vor, während und nach professioneller Behandlung.
Damit bringen die Guttempler einen Ansatz in die Diskussion ein, der hervorragend zum Kongress-Schwerpunkt Teilhabe passt: Erfahrung wird zur Expertise. Und aus Selbsthilfe wird aktive Mitgestaltung.
































