Orange Day

Kein Alkohol am 25.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist ein großes Problem überall auf der Welt. Bis zu 80 Prozent der Gewalt sind alkoholbedingt. Unsere Idee: Was würde passieren, wenn wir alle nur einen Tag im Monat auf Alkohol verzichten könnten? Das wäre nicht zu schwer, oder? Das allein wären schon mehr als zwei Prozent der Gewalt gegen Mädchen und Frauen weniger. Das wäre kein kleiner Tropfen im Ozean. Das wären tausende Frauen, die ein freieres Leben führen würden. Wir wollen, dass jeder 25. in einem Monat ein alkoholfreier Tag wird. Wie wäre es mit einem orangen Getränk für einen orangen Tag? Wir machen jeden 25. zu einem alkoholfreien Tag!

GUT! Guttempler gestalten – Werte erhalten

WahlzettelGuttemplern geht es darum, dass weniger Menschen in unserem Land durch Alkoholkonsum beeinträchtigt werden. Das bezieht sich vor allen Dingen auf die zehn Prozent der Bevölkerung – also mehr als acht Millionen Menschen –, die allein über 50 % der alkoholischen Getränke konsumieren.

Der Charlottenburger Arzt Dr. Magnus Hirschfeld (1868–1935) ist heute in erster Linie als Sexualwissenschaftler und Vorkämpfer für die Gleichberechtigung homosexueller Menschen bekannt. Aber als praktizierender Arzt wurde er auch tagtäglich mit den Auswirkungen des Alkoholismus in Berlin konfrontiert. Die Folge davon war, dass er sich zu einem sehr engagierten Guttempler entwickelte. 1905 veröffentlichte er in der Buchreihe ›Großstadtdokumente‹ seine Schrift »DIE GURGEL BERLINS«.

Zu den größten gesundheitspolitischen Herausforderungen zählen die psychischen Erkrankungen. Und noch immer werden Abhängigkeitserkrankungen nicht genauso selbstverständlich zu diesen Volkskrankheiten gezählt wie Depressionen, Angststörungen oder Demenz. Dabei gilt für die Abhängigkeitserkrankungen in gleicher Weise, dass sie Kranke in allen Lebensbereichen einschränken: besonders betroffen sind das persönliche Umfeld, die Familie und der Arbeitsplatz. Solche Erkrankungen stellen ein großes individuelles Risiko der sozialen Exklusion (Arbeitsplatzverlust, Verarmung, Straffälligkeit et cetera) dar und bedingen erhebliche Belastungen für die Solidargemeinschaft.

In Ljubljana (Slowenien) ging am 23.11.16 die 7. Europäische Alkoholpolitik-Konferenz zu Ende. Auf Einladung der Slowenischen Regierung und in der Verantwortung von EuroCare, dem europäischen Zusammenschluss von Organisationen, die sich für eine effektive Alkoholpolitik einsetzen, trafen sich fast 400 Mitarbeiter*innen aus allen europäischen Staaten, aus Russland, den USA sowie aus Staaten in Asien und Afrika. Es waren dieses Mal besonders viele Mitarbeiter*innen aus den Gesundheitsministerien anwesend, aber die Mehrheit stellten nach wie vor die NGOs, die Nicht-Regierungsorganisationen, die sich auf unterschiedlichen Ebenen und auf unterschiedliche Art und Weise für Menschen mit Suchtproblemen einsetzen.