Gesundheit als Eigenverantwortung

Im Pfarrzentrum in Fürth-Stadeln herrscht jeden Donnerstagabend seit 18:00 Uhr besonders reges Treiben. Denn dort tauschen sich regelmäßig in einem großen Besprechungsraum Jung und Alt über ihre Erlebnisse der vergangenen Woche aus. Kürzlich konnte ein neuer Teilnehmer begrüßt werden. Ihm wurde der Besuch der Guttempler-Gemeinschaft Regnitzgrund empfohlen. 

Die Runde rückte zusammen, nahm ihn in ihrer Mitte auf. Zum Aufwärmen erzählten nach der allgemeinen Begrüßung zunächst einige, warum sie hier sind: Warum sie teilzunehmen, dass sie sich hier persönlich oder als Angehörige wohlfühlen, in vertrauter Runde auftanken können. Andere berichteten von ihrem früheren langsamen sozialen Abstieg, von den Problemen am Arbeitsplatz und in der Familie, von ihren gesundheitlichen Problemen. Und wie sie mit einer Entgiftung oder Therapie oder mit Hilfe der Gruppe ihre Alkoholabhängigkeit überwinden konnten. Andere schilderten ihren ganz normalen Alltag – ohne Alkohol oder andere Drogen. Wie sie gelernt haben, wieder für sich und ihre Gesundheit Verantwortung zu übernehmen. Auch Niederlagen, also Rückfälle kamen zur Sprache. Die Gruppe konnte sie auffangen. 

Langsam beteiligte sich der neue Teilnehmer am Rundgespräch; denn er fand Vertrautes wieder. Er erwähnte zwischendurch, dass er sich eine Selbsthilfegruppe ganz anders vorgestellt hatte. Mit der Ungewissheit, ob er wiederkommt, verabschiedete man sich nach fast zwei spannenden Stunden. Eigentlich war für dieses Treffen ein Thema vorbereitet. Aber das wurde nun verschoben.

PS. Ja, er ist wiedergekommen, nimmt regelmäßig an den Treffen teil und wurde mittlerweile sogar Mitglied der Gemeinschaft. (NNHL)