Meine Geschichte am 14.03.2026

Seminarbericht

Dieses Seminar lädt ein, behutsam und freundlich auf die persönliche Lebensgeschichte zu schauen. Zu Anfang erhalten Sie Anregungen, wie Sie einen Überblick über das eigene Leben gewinnen können. Manche Erinnerungen wollen beachtet, andere sollen auf Abstand gehalten werden. Sie finden dann für sich heraus, was für Sie bedeutsam ist, und worüber Sie schreiben möchten. Mithilfe von einfachen und anschaulichen Impulsen aus dem Biografischen Schreiben verfassen Sie kurze Texte. Das Schreiben geschieht erst einmal für sich selbst. Ob man einen Text weiterverwenden möchte, kann man später entscheiden. Wie immer gilt beim Schreiben, alles kann, nichts muss! Das betrifft auch das Vorlesen von Textpassagen und den Austausch in der Gruppe.

Biografisches Schreiben kann helfen, Ereignisse für sich zu sortieren und einzuordnen, vielleicht auch hinter sich zu lassen. Das kann guttun. Susanne Westphal-Gerke

12 Teilnehmende kamen neugierig auf diese Ankündigung am14.03.2026 ins Gemeinschaftshaus auf Hof Pries, um Techniken und Schreibübungen fürs Biographische Schreiben auszuprobieren. Dabei entstanden sehr persönliche Texte, die sogar in Kleingruppen ausgetauscht wurden.

Damit so etwas möglich war, gab es eine Regel: Zuhören ohne Bewertung und kein Zwang.

Eine Methode, um Gedanken zu ordnen, aber auch Erinnerungen ins Bewusstsein zu rufen, heißt „Clustern“ Dabei wird ein Schlagwort mitten aufs leere Blatt Papier geschrieben, um das sich dann schriftlich Erinnerungen aller Art ungeordnet gruppieren können, ebenfalls in Schlagwörtern.

Wir hatten zum Beispiel das Schlagwort: „Frisur“ das gleich eine Menge an Erinnerungen weckte.

Das „Clustern“ regte dann zu persönlichen Texten an.

Eine andere Methode aus der Biographiearbeit ist das Zeichnen eines Lebensflusses. Wann war mein Leben besonders bewegt und schnell, wann floss es langsam und dahin, und wann verästelte sich mein Lebensfluss, wo und wann flossen die Bäche zu einem neuen starken Strom zusammen? Kann ich diesem Strom bestimmte Zeiten in meinem Leben zuordnen?

Diese Arbeit braucht Zeit, kann aber einen visuellen Überblick über meine gelebte Zeit verschaffen. Über schwere Zeiten und über schöne und einfache Zeiten, wo ich in mir ruhen konnte.

Es war ein schöner Tag und alle sind erfüllt von den Begegnungen und Erinnerungen, die geteilt wurden. Wir danken unserer Referentin Frau Susanne Westpfahl-Gerke Es herrschte eine so beseelte Stimmung, die spontane Gedichte entstehen ließen.

Alle sind gespannt auf den nachfolgenden Seminartermin fürs Biographische Schreiben am

17. Oktober 2026 wieder auf Hof Pries.


Mit Frau Susanne Westphal-Gerke war wieder mal eine tolle Referentin an das Guttemplerland gezogen worden.
Schreiben – meine Leidenschaft – natürlich bin ich mit meinem Lieblingsmenschen Horst Henningsen dabei.
Er war am Seminartag der Hahn im Korb.
Der andere Hahn war immer unterwegs- Peter Johannsen – sorgte für das Catering.
Es konnte nach einem tollen Frühstück direkt losgehen.
Vorstellungsrunde – was erhoffe ich mir von diesem Seminar – das Übliche.
Ich habe alle Eindrücke am Seminarende in einem Gedicht zum Ausdruck gebracht:

Laudatio auf den besonderen Tag…..
Der vierzehnte März, komm‘ her und lies:
heute sind wir im Hof Pries.
Frau Westphal-Gerke ist heut‘ da,
Biographisches Schreiben, ganz personlich und nah.
Es gab so viele viele Themen,
an die wir unsere Geschichten lehnen.
„Ich erinnere mich gerne an“…..
Nun ist unser Gedächtnis dran.
Wir greifen bis in unsere Kindheit zurück
und sind am Ende selbst entzückt.
„Ein erstes Mal“, „Frisuren“, „Brot“,
ein jeder ist erstmal in Not.
Doch Cluster bilden hilft enorm,
wir geraten nach und nach in Form.
Gegenwart, Ich-Form, Dritte Person,
wie lange ist das her, wer weiß das schon?!?
„Mein Leben in zehn Sätzen“ …..
wie soll das gehen?!
Man darf nur auf die wichtigsten Stationen seh’n !
„Ein erstes Mal“ – dazu fällt mir ein….
Das geht nun nicht, das kann nicht sein!
Ich greif den Zigarettenzettel, na, das geht,
„Der erste Sex“ ganz hinten steht.
Nun wird auf den Boden unserer Kindheit geschaut, und daraus schöne Geschichten gebaut.
Ein wunderschönes Seminar neigt sich dem Schluss,
wobei ich doch noch sagen muss:
„Dagmar und Peter: Dankeschön für Speis und Trank, wir sagen vielen, lieben Dank!“
Liebe Susanne, wir danken Dir –
Für dieses schöne Seminar heute hier.
Alle Erkenntnisse bleiben im Kopf,
solange es geht: Klopf, klopf, klopf….
( Klopf 3x auf Holz)

Am 17. Oktober kommt Teil 2,
seid doch gerne mit dabei!
Es wird kein Aufbau an Teil 1,
wer nun denkt: Das ist genau meins!“,
den laden wir ganz herzlich ein,
im Herbst dann mit dabei zu sein!

Bärbel Dey
Guttemplergemeinschaft Parität, Kiel