Die Klausur unserer Gemeinschaft, hoch über dem Rhein in Kaub vom 27. bis 29. Oktober 2017 war etwas nicht Alltägliches, sondern etwas Besonderes.

Zum einen durch unseren Seminar-Ort, dem Haus Elsenburg des CVJM in Kaub, zum anderen, weil es die erste Wochenendklausur der vereinigten Gemeinschaften Mattiaca-Drei Lilien und Reinhard Strecker war. Der Blick von der Terrasse des Hauses Elsenburg hinunter auf den Rhein auf die Pfalz im Rhein und die Burg in unmittelbarer Nähe des Hauses Elsenburg hatte etwas Erhebendes und zugleich Respekt Einflößendes. Das Wetter war natürlich für die Jahreszeit nicht so toll und der Sturm, der an diesem Wochenende das Haus umwehte und die Blätter durch die Luft wirbelte wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Doch nun zur Klausur. Wir hatten Ende Oktober 10 Monate »Zusammenwachsen« unserer beiden Gemeinschaften hinter uns und es ging uns unter anderem darum, wie haben wir das geschafft, was war gut, was nicht so gut und wie wollen wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten. Unser Klausur-Thema: »Wie wichtig ist die Gemeinschaft für mein alkoholfreies Leben beziehungsweise Abstinenz und welchen Anspruch habe ich an sie?« war hierfür absolut richtig gewählt, hat es doch alle Bereiche, die uns bewegten, unter einen Hut gebracht.

Begleitet hat uns hierbei Christian Bölckow, Suchtreferent unseres Bundesverbandes in Hamburg. Er hat es meisterlich verstanden, die unterschiedlichsten Aspekte unseres Lebens und auch unseres Lebens in der Gemeinschaft zu verdeutlichen und künftige Schwerpunkte zu erarbeiten. Alles aufzuzählen würde diesen Artikel sprengen, daher nur die wichtigsten Punkte kurz aufgelistet:

  • Was mir im Leben wichtig ist (was sind meine fünf wichtigsten Werte)
  • Abstinenz lernen
    • Phasen der Abstinenz
    • Meilensteine meiner abstinenten Lebensweise
    • Meilensteine für mich als Angehörige/r, seitdem mein/e Partner/in nicht mehr trinkt
  • In Kleingruppen haben wir erarbeitet welche angenehmen/unangenehmen Seiten der Abstinenz es für Betroffene beziehungsweise Angehörige gibt und wie wichtig es ist, die abstinente Lebensweise beizubehalten
  • Warum ich jede Woche in unsere Gemeinschaft gehe und was macht einen gelungenen Gemeinschaftsabend aus. Dabei hat jeder von uns seine drei schönsten Erlebnisse in der Gemeinschaft genannt.
  • Was könnte zukünftig noch besser werden und was bin ich bereit dafür zu tun.

Natürlich kamen auch die Themen Lebensfreude und Wohlbefinden nicht zu kurz, denn diese sind wichtig für die Abstinenz-Zufriedenheit, eben »Was mir im Leben wichtig ist!«

Da uns alle auch der Prozess »Mach mit« beschäftigt, haben wir auch darüber diskutiert und uns Gedanken gemacht.

Bei aller Ernsthaftigkeit unserer Themen kamen aber der Spaß und das Lachen nicht zu kurz - und das ist der letzte und vielleicht wichtigste Aspekt unserer Klausur. Wir sind auf einem guten Weg in die Zukunft und wir machen mit!

Bedanken möchten wir uns sehr herzlich bei Christian Bölckow, der unserer Klausur den richtigen »Drive« gegeben hat. Sein Besuch in Kaub wird ihm sicher in Erinnerung bleiben, denn er musste leider auf dem Heimweg mit der Bahn in Frankfurt einen Übernachtungsstopp einlegen, da die Züge wegen des Sturms nicht gen Norden fuhren. So ist er dann leider erst am Montag, den 30. Oktober 2017 wieder in Hamburg gelandet.

Gleichfalls bedanken wir uns bei Horst Wassum, der den Tagungsort ausfindig gemacht hat und bei den übrigen Organisatoren unserer Klausur.

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Gerlinde Wick
Gemeinschaft Mattiaca-Drei Lilien
Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit

Wiesbaden, den 11.11.2017