Diese Mitteilung geht zurzeit durch alle Medien - und das ist gut so.
Weniger bekannt sind die genaueren Ausführungen des Bundesgerichtshofs (BGH), der letztlich lediglich die vom Berufungsgericht zugelassene Revision der beklagten Brauerei zurückgewiesen hat:

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass nach Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nummer 1924/2006 bei alkoholischen Getränken mit mehr als 1,2 Volumenprozent gesundheitsbezogene Angaben nicht nur in der Etikettierung der Produkte, sondern auch in der Werbung für diese Getränke verboten sind.

Eine »gesundheitsbezogene Angabe« liegt vor, wenn mit der Angabe eine Verbesserung des Gesundheitszustands dank des Verzehrs eines Lebensmittels versprochen wird. Eine Angabe ist aber auch dann gesundheitsbezogen, wenn mit ihr zum Ausdruck gebracht wird, der Verzehr des Lebensmittels habe auf die Gesundheit keine schädlichen Auswirkungen, die in anderen Fällen mit dem Verzehr eines solchen Lebensmittels verbunden sein können.

Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts wird der Begriff »bekömmlich« durch die angesprochenen Verkehrskreise als »gesund«, »zuträglich« und »leicht verdaulich« verstanden. Er bringt bei einer Verwendung für Lebensmittel zum Ausdruck, dass dieses im Verdauungssystem gut aufgenommen und - auch bei dauerhaftem Konsum - gut vertragen wird. Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts wird dieser Begriff auch im Zusammenhang der beanstandeten Werbung so verstanden. Der Werbung lässt sich nicht entnehmen, dass mit dem Begriff »bekömmlich« nur der Geschmack des Bieres beschrieben werden soll.

Das ist doch schon mal was!