Orange Day

Kein Alkohol am 25.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist ein großes Problem überall auf der Welt. Bis zu 80 Prozent der Gewalt sind alkoholbedingt. Unsere Idee: Was würde passieren, wenn wir alle nur einen Tag im Monat auf Alkohol verzichten könnten? Das wäre nicht zu schwer, oder? Das allein wären schon mehr als zwei Prozent der Gewalt gegen Mädchen und Frauen weniger. Das wäre kein kleiner Tropfen im Ozean. Das wären tausende Frauen, die ein freieres Leben führen würden. Wir wollen, dass jeder 25. in einem Monat ein alkoholfreier Tag wird. Wie wäre es mit einem orangen Getränk für einen orangen Tag? Wir machen jeden 25. zu einem alkoholfreien Tag!

AngehörigeWenn Sie

  • mit einem Suchtkranken zusammenleben, um den sich alles dreht,
  • sich selbst vergessen haben,
  • sich für Ihren suchtkranken Partner schämen,
  • sich schuldig fühlen und Wut, Verzweiflung, Ohnmacht, Kontrollzwänge und übermäßiges Verantwortungsgefühl Ihnen die Luft zum Atmen nehmen,

dann seien Sie versichert: Sie sind mit Ihren Problemen nicht allein.

Denn zum einen gibt es in Deutschland etwa acht Millionen Angehörige – dies sind überwiegend Frauen – mit suchtkranken Partnern. Zum anderen gibt es viele Guttempler, die wie Sie die Folgen des übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsums des Partners, Kindes oder Elternteils kennen und oft länger und stärker als der Suchtkranke selbst darunter gelitten haben.

Mit diesen Guttemplern können Sie über Ihre Probleme reden. Im Einzelgespräch oder auch in der Selbsthilfegruppe. Wenn Ihr suchtkrankes Familienmitglied Hilfe ablehnt, sollten Sie sich allein auf den Weg machen.

In der Gruppe können Sie Informationen über Abhängigkeit, sowie entsprechende Hilfsmöglichkeiten erhalten. Hier treffen Sie Gruppenmitglieder, die ähnliche Erfahrungen wie Sie gemacht haben. Angehörige verstehen Angehörige in Ihrem Denken, Fühlen und Handeln. Hier können Sie lernen Raum für sich selbst zu finden, durch Erfahrungsaustausch, durch Lernen und Ausprobieren, durch geteilte Erfahrungen auf der Basis gemeinsamer Betroffenheit.

In der Gruppe haben Sie die Möglichkeit zu lernen, Ihr Leben nicht mehr allein von dem suchtkranken Partner bestimmen zu lassen. Wenn Sie sich auf sich selbst besinnen, wirkt sich das auch auf die Beziehung zum suchtkranken Partner aus. Dieses kann für ihn ein wichtiger Anstoß und der notwendige Schritt sein, selbst etwas gegen seine Abhängigkeit zu unternehmen.

Sie selbst werden erfahren, sich nicht mehr als Kontrolleur und alleinig Verantwortlicher Ihrer Familie zu fühlen. Sie lernen, sich abgrenzen zu dürfen, den suchtkranken Partner loszulassen und für sein Handeln nicht mehr die Verantwortung zu übernehmen. Für diesen Schritt dürfen und sollen Sie sich jede erdenkliche Hilfe holen.

Dieses können Sie in unserer Selbsthilfegruppe ausprobieren, Sie sind herzlich willkommen. GruppenteilnehmerInnen mit ähnlichen Erfahrungen werden Ihnen Mut machen und helfen die Krankheit besser zu verstehen. Sie können viele Anregungen bekommen, wie Sie Ihr Leben aktiv und selbstbewusst gestalten können.

Sie können etwas tun

  • für sich selbst
  • mit anderen
  • für andere!