Orange Day

Kein Alkohol am 25.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist ein großes Problem überall auf der Welt. Bis zu 80 Prozent der Gewalt sind alkoholbedingt. Unsere Idee: Was würde passieren, wenn wir alle nur einen Tag im Monat auf Alkohol verzichten könnten? Das wäre nicht zu schwer, oder? Das allein wären schon mehr als zwei Prozent der Gewalt gegen Mädchen und Frauen weniger. Das wäre kein kleiner Tropfen im Ozean. Das wären tausende Frauen, die ein freieres Leben führen würden. Wir wollen, dass jeder 25. in einem Monat ein alkoholfreier Tag wird. Wie wäre es mit einem orangen Getränk für einen orangen Tag? Wir machen jeden 25. zu einem alkoholfreien Tag!

GUT! Guttempler gestalten – Werte erhalten

Zu den größten gesundheitspolitischen Herausforderungen zählen die psychischen Erkrankungen. Und noch immer werden Abhängigkeitserkrankungen nicht genauso selbstverständlich zu diesen Volkskrankheiten gezählt wie Depressionen, Angststörungen oder Demenz. Dabei gilt für die Abhängigkeitserkrankungen in gleicher Weise, dass sie Kranke in allen Lebensbereichen einschränken: besonders betroffen sind das persönliche Umfeld, die Familie und der Arbeitsplatz. Solche Erkrankungen stellen ein großes individuelles Risiko der sozialen Exklusion (Arbeitsplatzverlust, Verarmung, Straffälligkeit et cetera) dar und bedingen erhebliche Belastungen für die Solidargemeinschaft.

Forderungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen zur Bundestagswahl 2017

Es besteht weiterhin dringender Handlungsbedarf. Die Politik hat den Auftrag, das Gesundheits- und Sozialwesen für die Herausforderungen mit psychischen Erkrankungen zu organisieren und auszustatten. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e.V. (DGPPN) hat anlässlich der Bundestagswahl 2017 einen Forderungskatalog erstellt, um Hilfe und Unterstützung für psychisch Kranke und deren Angehörige zu verbessern. Hinsichtlich der Felder Forschung, Prävention, Behandlung und Teilhabe sieht die DGPPN dringenden Handlungsbedarf.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS), der die Guttempler als Gründungsmitglied angehören, unterstützt die Forderungen der DGPPN und betont die Bedeutung der Abhängigkeitserkrankungen. Diese beanspruchen aufgrund ihrer vielseitigen körperlichen und psychischen Folgen fast alle medizinische Disziplinen und verursachen nicht zuletzt dadurch hohe Kosten. Über 9 Millionen Menschen in Deutschland weisen alkoholbezogene Störungen auf, 3 Millionen sind abhängig oder konsumieren missbräuchlich. Über 5,5 Millionen sind abhängig von Tabak. Die Zahl der von einer Medikamentenabhängigkeit Betroffenen wird auf bis zu 1,9 Millionen geschätzt. Von illegalen Drogen sind 319.000 abhängig und die Zahl der Abhängigen von Glücksspielen liegt knapp unter 500.000 Menschen.

Dazu erklärt Dr. Heribert Fleischmann, Vorsitzender der DHS:

Sucht ist eine chronische psychische Erkrankung mit guten therapeutischen Chancen und hohem Selbsthilfepotenzial – wenn diese in ein System individuell angepasster sozialtherapeutischer und arbeitsplatzbezogener Maßnahmen eingebettet sind. Gemeinsam mit der DGPPN fordert die DHS uneingeschränkten Zugang für alle Suchtkranken und ihre Angehörigen zu Beratung, Behandlung und Rehabilitation. Das lohnt sich für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft.«