Home Familienklubs



  1. Einführung
  2. Infoblatt
  3. Ausschreibug
  4. Curriculum
  5. Anmeldung (für die Ausbildungsreihe 2012 - PDF)
  6. Online anmelden

 


Familienklubs – ein neuer Ansatz in der Sucht-Selbsthilfe

 

Nach langer Vorbereitung ist es nun soweit. Das Projekt der Guttempler in Deutschland, gefördert durch die BARMER GEK, nimmt Gestalt an. Seit September 2011 wurden die ersten Klub-Assistenten bzw. Assistentinnen ausgebildet, und Ende dieses Jahres sollen die ersten Klubs an den Start gehen.

 

Was ist das Besondere an Familienklubs?

Suchtprobleme betreffen nicht nur die oder den Abhängigen, sondern die ganze Familie. Nach wie vor richtet sich das Hauptaugenmerk der Hilfen, der Therapieangebote und auch der Selbsthilfe überwiegend auf die Abhängige oder den Abhängigen.

Doch es geht auch anders, wie z.B. in Italien. Dort wurden bereits in den 80iger Jahren die ersten Familienklubs gegründet. Auch IOGT Dänemark erprobte Ende der 90iger Jahre als erstes Land in Skandinavien diese Form der Arbeit—und der Erfolg überzeugte. Es zeigt sich, dass durch diese Form der Gruppenarbeit ganz besonders jüngere Menschen (zwischen 25 und 40 Jahren) erreicht werden.

 

Eine weitere Form der Familienklubs—auf unser Gesundheitssystem in Deutschland abgestimmt—wird nun durch die Guttempler in Deutschland eingeführt.

 

Der Familien-Klub

Eine bessere Einbindung der Angehörigen von Suchtkranken verspricht das aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende Konzept der „Familien-Klubs“ des kroatischen Psychiaters Vladimir Hudolin. Das Konzept der Familien-Klubs basiert auf einem systemischen Ansatz. Zumeist nehmen daran behandelte Abhängige mit ihren Familien teil, es besteht jedoch auch die Möglichkeit für betroffene Angehörige, (vorerst) ohne den Abhängigen / die Abhängige einen Familien-Klub zu besuchen. Eine entscheidende Größe ist dabei die wechselseitige Unterstützung der teilnehmenden Klubmitglieder und die Gewährleistung einer Abstinenz des gesamten Familiensystems einschließlich der nicht-suchtkranken Angehörigen.

 

Die Gruppe wird begleitet von einem geschulten Klub-Assistenten / einer Klub-Assistentin. Deren Aufgabe ist die Förderung der Kommunikation der Klubmitglieder und der Hilfestellung bei schwierigen Gruppensituationen sowie die Sicherung der Rahmenbedingungen. Dabei wird Wert auf eine empathische, nicht bewertende Haltung gelegt.